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Typischerweise gehören Aussagen über Chancen und Risiken zu den wichtigen Elementen in einem Businessplan. Doch wie stellt man diese Aspekte am besten dar? Je nach Adressat macht es Sinn, eine differenzierte Darstellung vorzunehmen. Im Gegensatz zur SWOT-Analyse, die eine Gegenüberstellung von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken vorsieht, macht diese vergleichende Analyse im Businessplan nur wenig Sinn, denn der gesamte Businessplan ist dazu gedacht, die Chancen und Stärken des Projektes hervorzuheben.

Das, was man im Businessplan und der Management Summary herausgearbeitet hat, muss nicht zum dritten Mal niedergeschrieben werden. Wenn man ein einzigartiges Produkt oder Patent besitzt, so gehört diese Information auf die erste Seite in die Management Summary. Anschließend findet dann eine detaillierte Erläuterung in der Produktbeschreibung statt. Eine weitere Darstellung in einem folgenden Kapitel ist völlig überflüssig.

Wenn also der Businessplan selbst schon einen Teil der Analyse widerspiegelt, benötigt man nur noch eine Darstellung der potentiellen Risiken. Wie umfangreich dieser Teil sein sollte, hängt von den zukünftigen Adressaten des Businessplans ab. So macht es durchaus Sinn, verschiedene Versionen eines Businessplans zu erstellen.

1. Interne Adressaten
Wenn der Businessplan für die unternehmensinterne Analyse gedacht ist, so sollte die Beschreibung und Untersuchung einen umfangreichen Stellenwert einnehmen und möglichst realistisch dargestellt werden. Dies gilt zum Beispiel für die Schilderung technischer Schwierigkeiten oder das Auftreten unerwarteter Kosten. Hierbei kommt es nicht darauf an, das Projekt zu „verkaufen“, sondern eine möglichst ehrlich Abschätzung zu liefern.

2. Banken und Investoren
Logischerweise gibt niemand gerne zu, dass sein Projekt mit Risiken behaftet ist. Aber es ist völlig klar, dass kein Projekt perfekt ist. Unsicherheit ist allgegenwärtig. Kreditgeber und Investoren nehmen grundsätzlich eine Einschätzung vor, welche potentiellen Risiken auftreten können. Insbesondere bei Banken ist diese Prüfung obligatorisch im Hinblick auf die Kreditkosten und die notwendige Absicherung. Wenn also eine Darstellung der Risiken des Projektes im Businessplan fehlt oder zu unrealistisch ist, werden die betroffenen Adressaten das Projekt entweder ablehnen oder eine eigene Einschätzung vornehmen, die typischerweise negativer ausfällt, als es vom Autor des Businessplans eigentlich beabsichtigt ist. Daher ist es wichtig, eine eigene Analyse der Risiken vorzunehmen und sie so zu präsentieren, dass diese in die Investitionsentscheidung der Geldgeber einfließen kann, ohne das Projekt grundsätzlich zu negativ darzustellen.

Der Abschnitt „Risikoanalyse“ sollte im Businessplan auf 1 – 2 Seiten alle möglichen internen und externen Risiken auflisten und beschreiben. Hinzu kommt, wenn möglich, eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit oder alternativ eine Sortierung nach Eintrittswahrscheinlichkeiten.

Um die Risiken so positiv wie möglich darzustellen, sollte man zu jeden Aspekt, den man identifiziert hat, eine möglich Vermeidungsstrategie bzw. Abwehr erläutern. So kann zum Beispiel ein Kostenrisiko bei der Warenbeschaffung minimiert werden, wenn man frühzeitig andere Lieferanten berücksichtigt. Technische Schwierigkeiten können ebenfalls frühzeitig reduziert werden, wenn man verschiedene Anbieter nachweisen kann. Terminrisiken können durch ein externes Controlling reduziert werden.

Die am häufigsten auftretenden Risiken lassen sich wie folgt darstellen:

1. Kostenrisiko: Am häufigsten werden die geplanten Kosten überschritten.
2. Wachstumsrisiko: Das Wachstum ist so stark, dass Investitionen nicht aus eigener Kraft finanziert werden können. Überschuldung ist die Folge.
3. Die Umsätze weichen deutlich von den Prognosen ab. Die Ursachen sind vielschichtig. Gleichzeitig bleiben die Kosten annähernd konstant, so dass ein Liquiditätsengpass auftritt.

Fazit

Jeder Businessplan sollte eine umfangreiche Betrachtung der Risiken beinhalten, da diese für potentielle Geldgeber obligatorisch ist.

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